Die Tulpe

Tulpen
Dunkel 
war alles und Nacht. 
In der Erde tief 
die Zwiebel schlief, 
die braune. 

Was ist das für ein Gemunkel, 
was ist das für ein Geraune, 
dachte die Zwiebel, 
plötzlich erwacht.
Was singen die Vögel da droben 
und jauchzen und toben? 

Von Neugier gepackt, 
hat die Zwiebel einen langen Hals gemacht 
und um sich geblickt 
mit einem hübschen Tulpengesicht.

Da hat ihr der Frühling entgegengelacht.

Gedicht von JOSEF GUGGENMOS

Tulpen

Rehwiese

Die sogenannte Rehwiese lagt am Rand eines mehrheitlich aus Buchen bestehenden Waldes. Abseits zum Wald begrenzte der Dickelsbach die Wiese. Ein kleiner Fluss von 22,9 km länge, der in Ratingen-Hösel entspringt und bei Duisburg-Hochfeld in den Rhein mündet.

 

Heute ist die Wiese nicht mehr erkennbar. Eine naturnahe Umgestaltung vor mehr als 20 Jahren hat die Wiese überwachsen lassen. Der Name „Rehwiese“ hat somit eigentlich nur noch geschichtliche Bedeutung. Er findet sich aber noch in Bezeichnungen wider wie „GHSV DuisburgRehwiese e.V“, ein nahegelegener Verein für Gebrauchshunde oder in „Zu den Rehwiesen“ die Adressse der Sana-Kliniken Duisburg.

Das folgende Foto aus dem Jahr 1962 zeigt die Wiese aus fast dem gleichen Standort wie meine Aufnahme von 18. März 2019.

Rehwiese um 1962 bei Hochwasser des Dickelsbach
Foto: Martin Schulz

Im Winter, bei Hochwasser, war die Wiese eine große Eisfläche. Ideal zum Schlittschuhlauf. Selbst wenn man durch das Eis brach, war man nur höchstens bis zum Knie im eisigen Wasser.