Rheinorange Rheinkilometer 780

Rhein km 780 - Ruhrmündung - Rheinorange

Direkt an der Ruhrmündung, bei Rheinkilometer 780, steht die 25 m hohe, 7 m breite und 1 m tiefe Skulptur „Rheinorange“. Im September 1992 hat der Kölner Bildhauer Lutz Fritsch die leuchtend orange Stahlbramme aufgestellt.

Der Standort markiert die Einfahrt in Europas größten Binnenhafen und ist für die Rheinschiffer zur Landmarke geworden.

Rhein km 780 - Ruhrmündung - Rheinorange

Wegweiser

Du warst des Weges sicher
und hast dich doch verirrt.
Und noch viel ärgerlicher
Ist, dass es dunkel wird.

Du fragst dich, wohin gehst du?
Und dir wird bang im Sinn.
An einem Kreuzweg stehst du
Und weißt nicht mehr wohin.

Da ragt in tiefem Schweigen
Ein Pfahl, der Arme hat,
Und seine Arme zeigen:
Zum Waldsee und zur Stadt.

Nun kannst du weitergehen,
Dein Weg ist dir bekannt.
Er aber bleibt dort stehen,
Wo er seit jeher stand.

Er selber kann nicht lesen,
Kennt nicht der Worte Sinn,
Ist niemals dort gewesen
Und kommt auch niemals hin.

Jedoch, vielleicht nach Stunden,
Fällt es dir wieder ein:
Dass du den Weg gefunden,
Das dankst du ihm allein.

Verwittert ist er, staubig,
Nur ein Stück Holz, nicht mehr –
Doch es gibt Menschen, glaub’ ich,
Die sind wie er.

 (Michael  Ende)

Mintarder Ruhrtalbrücke

Die Mintarder Ruhrtalbrücke ist in Deutschland mit 1.830 Metern die längste Straßenbrücke aus Stahl. Sie liegt im Mülheimer Stadtteil Mintard und ist Teil der Bundesautobahn 52 in Ost-West-Richtung.

Ruhrtalbrücke Mülheim a.d. Ruhr

Parallel zur Autobahn 52 verläuft die Einflugschneise zum Düsseldorfer Flughafen.

Die Brücke über das Ruhrtal verbindet die Städte Düsseldorf und Essen. Mit dem Bau wurde 1963 begonnen. Mitte 1966 war die Brücke vollständig über das Ruhrtal gespannt. Das Bauwerk ruht auf 18 Hohlpfeilern. Die größte Fahrbahnhöhe liegt 65 m über der Ruhr.

Das Foto habe ich am 03.03.2017 um 18:00 Uhr aufgenommen.
Brennweite 14 mm, Blende 8, Belichtung 40 Sekunden

 

Großglockner 2005

Festplattenfund.

Wir hatten unseren Urlaub in St. Anton in Tirol verbracht und von dort einen Tagesausflug zum Großglockner unternommen. Bei Sonnenschein und fast wolkenlosem Himmel sollte das eine unvergessliche Besichtigung eines Gletschers werden.
Es war recht bequem die Großglockner Hochalpenstraße bis direkt vor den Gletscher zu fahren, so ganz ohne Anstrengung. Die Tageskarte für die Befahrung der Alpenstraße schlug mit 26,00 EUR zu Buche, dafür wurden wir mit einer gigantischen Aussicht reichlich entschädigt.

Großglockner 2005
Großglockner 2005 – Bild 1

Allerdings hat sich das Wetter nicht so gnädig gezeigt. Der Himmel hatte sich in wenigen Minuten zu gezogen und die Temperatur ging auf Gletscherniveau runter.

Sehr anschaulich konnte man an Schautafeln sehen, wie der Gletscher sich in den Jahren verändert hat und wie viel bereits abgeschmolzen ist. Da bedauerte man schon, mit dem Auto dort hin gefahren zu sein. Die Gebühr für die Alpenstraße bringt den Gletscher nicht zurück, sorgt aber sicherlich für weniger Verkehr in den Bergen. Vielleicht sollte der Autoverkehr in den Bergen ganz verschwinden!

 

Großglockner 2005
Großglockner 2005 – Bild 2

Unvorstellbar, dass das ganze Tal mit dem Gletscher ausgefüllt war und 2005 als wir dort waren, nur noch sozusagen der Boden mit Eis bedeckt war. Ich möchte nicht wissen, wie wenig inzwischen übrig ist. Immerhin sind gestern am 27.07. genau 12 Jahre vergangen als wir dort waren.

Die Fotos sind mit einer einfachen Digitalkamera von nicht so guter Qualität gemacht worden. Daher dieses viele Rauschen in den Bildern. Aber ich denke, dass die beeindruckende Dimension zu erkennen ist.

Großglockner 2005
Großglockner 2005 – Bild 3

Wie klein der Mensch in der Größe der Natur ist, verdeutlichen die beiden letzten Bilder. Ich bin immer noch fast ehrfürchtig beim Anblick dieser Dimension.

Großglockner 2005
Großglockner 2005 – Bild 4
Großglockner 2005
Großglockner 2005 – Bild 5

Negativ-Bäume

Analoge Fotografie auf Dia-positiv, wieder entdeckt bei Stöbern in alten Fotos.

Praktica LTL 2
Praktica LTL 2

Diese Aufnahmen stammen aus dem Jahr 1979 und sind mit einer Praktica LTL 2 fotografiert.
Fotografieren auf Dia-Film war kostengünstiger als Negativ-Film. Allerdings sind die meisten Bilder in Kassetten verschwunden und nie mehr gesehen worden, weil das zu umständlich war den Projektor aufstellen, Leinwand aufbauen, Raum abdunkeln (wenn es nicht schon Abend oder Nacht war).

Ein paar Dia-Kassetten habe ich mir nun seit Jahren mal wieder vor genommen, die in einem Regal vor sich hin verstaubt sind. Was es da alles an längst vergessenen Ereignissen zu entdecken gibt – Wahnsinn.

Negativ Bäume
Negativ Bäume Foto Dia analog 1979
Negativ Bäume
Negativ Bäume Foto Dia analog 1979
Negativ-Bäume
Negativ-Bäume Foto Dia analog 1979

Menashe Kadishman Negativ-Bäume
1974  –  Skulptur  –  Eisen
8 Teile, je 505 × 258 × 42 cm

aufgestellt am Bertasee in Duisburg, Wilhelm Lehmbruck Museum, Duisburg.

Im Jahr 1974 hat Menashe Kadishman acht hochrechteckige Stahlplatten am Ufer des Bertasees bei Duisburg aufgestellt. Bezeichnendstes Merkmal dieser Gruppierung von Metallplastiken ist, dass aus ihnen jeweils schablonenhaft die Silhouette eines Baumes herausgeschnitten wurde. Die Formen der Bäume variieren in der Größe und in der Gestaltung der Kronen und Stämme, auch wenn die Platten selbst jeweils die gleiche Höhe von 505 cm betragen. Die so entstehenden Negativ-Bäume, ein Titel den der Künstler selbst für sie fand, erscheinen wie selbsterzeugte Bilder der umgebenden Natur.

Die Negativ-Bäume sind eine ortsspezifische Auftragsarbeit, die der 1932 in Tel Aviv geborenen Menashe Kadishman für eine Aufstellung am Ufer des Bertasees in Duisburg ausführte. 1978 stellte der Künstler die plastische Arbeit erstmals auf der Biennale in Venedig aus. 2008 wurde die Arbeit aufgrund eines Neubaus um ca. zehn Meter Richtung Regattabahn versetzt.

 

Text: museums plattform nrw  und kunstgebiet ruhr

 

 

24. Juli 2010 – Duisburg

Gedenkstätte Loveparade
Gedenkstätte Loveparade

Das Unglück bei der Loveparade ereignete sich während der 19. Veranstaltung dieser Art am 24. Juli 2010 in Duisburg. Dabei kamen 21 Menschen ums Leben, 541 weitere wurden schwer verletzt. Nach Angaben des Selbsthilfevereins LoPa-2010 vom Juli 2014 begingen darüber hinaus mindestens sechs Überlebende der Katastrophe aufgrund andauernder seelischer Belastungen Suizid.

Das in den Medien oft als Massenpanik bezeichnete Unglück geschah an einer Engstelle im Zugangsbereich der Loveparade, wo es wegen fehlgeleiteter Besucherströme und Planungsfehlern zu einem Gedränge unter den Besuchern gekommen war.

Die Staatsanwaltschaft Duisburg leitete ein Ermittlungsverfahren gegen 16 Mitarbeiter der Stadtverwaltung Duisburg sowie gegen verantwortliche Mitarbeiter des Veranstalters und der Polizei ein. Die Unglücksursache und weitere Details konnten noch nicht abschließend geklärt werden und sind Gegenstand u. a. eines Strafverfahrens vor dem Landgericht Duisburg. Das Gericht stellte zunächst in einem Zwischenverfahren fest, dass es keinen hinreichenden Tatverdacht bei den Angeklagten gäbe. Die Eröffnung des Hauptverfahrens wurde daher vom Landgericht Duisburg zunächst abgelehnt. Mit Beschluss vom 18. April 2017 hob das Oberlandesgericht Düsseldorf jedoch den Beschluss des Landgerichts Duisburg auf und ließ die Anklage gegen alle zehn Angeklagten zu. Die Hauptverhandlung beginnt am 08. Dezember 2017.

Text: Wikipedia