Die Erinnerung bleibt!

Ausbesserungswerk

Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die große Richthalle endgültig abgerissen wird. Bis zu 2000 Mitarbeiter haben hier Wartung und Reparaturen von Güterwaggons durchgeführt. Das Ausbesserungswerk Wedau war von 1914 bis 2004 in Betrieb. Seitdem liegt das Gelände brach.

Ausbesserungswerk

Ist das Kunst oder kann das weg?

Ist das Kunst oder kann das weg?
Abbruchhaus Duisburg-Ruhrort

Hotel Deutscher Hof
Hotel Deutscher Hof Duisburg-Ruhrort

Ein Abbruchhaus (auch Abrisshaus oder Schrottimmobilie genannt) ist ein Haus oder Gebäude, das entweder zum Abbrechen bzw. Abreißen vorgesehen ist oder gerade abgebrochen wird.

Die Gründe für den Abbruch von Gebäuden können sehr unterschiedlich sein. Die wichtigsten sind die Unbrauchbarkeit, Unvermietbarkeit oder Unverwertbarkeit durch Brand oder andere Gebäudeschäden (Sturm, Hochwasser, Baufälligkeit, Befall des Bauholzes durch Schädlinge u. ä.), die so genannte Entkernung von Wohngebieten, Industrie- oder Gewerbegebieten, Alterung, Neubebauung von Grundstücken oder auch Preisveränderungen und Spekulationen auf dem Immobilienmarkt.

AW Wedau – Lost Place

Lange bin ich daran vorbei gelaufen, erst an der endlos langen Mauer entlang einer Straße, später an anderen Stellen mit Zaun oder am Haupttor. Einfach darüber steigen habe ich mich getraut.

So ist dieses Bild in der Blauen Stunde, aus Frust, entstanden, als ich wieder einmal um das Gelände geschlichen bin.

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Hoch- oder Winkelbunker

Von den Bunkern der Bauart Winkel, bei denen es sich um Hochbunker handelt, die vom Entwickler Luftschutztürme genannt wurden, stehen in Duisburg noch 5 Stück. Je einer in Hamborn, Beek und Wedau, sowie 2 in Hüttenheim.

Diese Spitzbunker wurden im Volksmund auch Betonzigarre oder Zuckerhut, im Englischen ant hill bunker (Ameisenhügel-Bunker) genannt. Ihre Konstruktion geht auf Leo Winkel zurück.

Winkelbunker Duisburg-Wedau
Winkelbunker Duisburg-Wedau

Graffiti auf Winkelbunker Duisburg-Wedau
Graffiti auf Winkelbunker Duisburg-Wedau

Detail Winkelbunker Duisburg-Wedau
Detail Winkelbunker Duisburg-Wedau

Wasserturm und Stellwerk in Wedau

 

Das Quietschen der Hemmschuhe schallte durch ganz Wedau und Bissingheim, wenn auf dem Verschiebebahnhof die Güterwagen zu Zügstrecken zusammen gestellt wurden. Auf den Ablaufbergen musste die Geschwindigkeit der Güterwagen gebremst werden, damit die Wagen nicht in voller Fahr aufeinander prallten.
Der Unterricht in der nahen Schule war teilweise nicht mehr möglich, so durchdringend war der Ton. Aber für die Siedlungen um den Rangierbahnhof Lebensnerv. In den 1960er Jahren waren über 2.000 Mitarbeiter im Ausbesserungswerk und Verschiebebahnhof beschäftigt.

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Verschiebebahnhof Duisburg-Wedau – Foto: 29.04.2015

1890 wurde der Rangierbahnhof Duisburg-Wedau aufgebaut. Zur Nutzung des sumpfigen Geländes mussten große Aufschüttungen vorgenommen werden. Der benötigte Kies stammte aus den nahen Baggerseen, die heute zur Sechs-Seen-Platte in Duisburg-Wedau gehören.

Durch die 1901 eröffnete Umgehungsstrecke von Duisburg-Wedau nach Oberhausen erlangte der Rangierbahnhof zentrale Bedeutung. Von 1912 bis 1913 wurde er zu einem der größten damaligen Verschiebebahnhöfe ausgebaut, er hatte danach zwei Ablaufberge, 24 Gleise und über 4 Kilometer Gleislänge. Zeitgleich entstand unmittelbar daneben das Ausbesserungswerk Wedau und das Bahnbetriebswerk Wedau.

Zusammen mit dem Personenbahnhof, der Werkstättensiedlung und den Eisenbahnersiedlungen Duisburg-Wedau und Bissingheim ergab sich ein stark Eisenbahn geprägtes Gelände.

Wasserturm und Stellwerk
Verwaltung, Wasserturm und Stellwerk

Als Teil des Ablaufwerkes Nord, entstanden bei einem großflächigen Umbau des ehemaligen Rangierbahnhofs Wedau in der Zeit von 1912 – 1914 diese Gebäude, bestehend aus dem Verwaltungsgebäude des Bahnhofs, einem dreigeschossigen Stellwerksbau und einem Wasserturm.

Das Stellwerk und der Wasserturm wurden am 8. Aug. 1990 unter Denkmalschutz gestellt.

Der Wasserturm aus Ziegelsteinen trägt einen sogenannten Intze-Behälter mit eisernem Umlauf.

Text: z.T. Wikipedia – Foto: 31.10.2016  (c) Joachim Dudek

Denkmalliste: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Baudenkmäler_in_Duisburg-Süd