Signale auf Stop

Bahnsignale

Noch stehen die Signale aber in absehbarer Zeit werden hier Wohnungen und Gewerbefläche entstehen.

Über das Gelände habe ich schon ein paar Mal berichtet. Die meisten Gebäude auf dem Gelände stehen unter Denkmalschutz, wie das  Stellwerk und der Wasserturm,

Stellwerk
Stellwerk

die ich vor einiger Zeit schon einmal, auch bei Sonnenaufgang, vorgestellt habe. Die Werkhallen und Bunker werden wohl für die Forschung der Uni Duisburg-Essen hergerichtet.

Der verrosteten Wasserturm am südlichsten Ende des Geländes wird, in die Denkmalliste von Duisburg aufgenommen.

Rostiger Wasserturm Wedau

Wasserturm Wedau

Wasserturm Wedau

Wasserturm Wedau

Der Rangierbahnhof in Duisburg-Wedau wurde von 1890 bis 2000 betrieben und 2006 endgültig stillgelegt.
Das rund 90 Hektar große Gelände soll zum Wohn- und Geschäftsquartier entwickelt werden. Die meisten Gebäude auf dem Gelände stehen unter Denkmalschutz, wie das  Stellwerk und der Wasserturm, die ich vor einiger Zeit schon einmal, auch bei Sonnenaufgang, vorgestellt habe. Die Verwendung der Werkhallen und Bunker ist noch unklar. Möglicher Weise werden die Werkhallen für die Forschung der Uni Duisburg-Essen hergerichtet.

Was aus dem verrosteten Wasserturm am südlichsten Ende des Geländes wird, ist nicht bekannt. Leider ist der Turm nicht in der Denkmalliste von Duisburg zu finden. Schade währe es, wenn der Schrotthändler den Turm verschrottet. Damit währe dann ein Teil des Ingenieurschaffens aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts vernichtet.

 

Mondaufgang am Wasserturm

Wasserturm bei Mondaufgang
Duisburg-Wedau – Wasserturm bei Mondaufgang

Baujahr 1912–1914
Denkmal seit 8. Aug. 1990

Der Wasserturm war ein Garant für Wedaus Wohlstand

Im Vergleich zu anderen Denkmälern im Duisburger Süden ist dieses Gebäude wesentlich jünger und dennoch umso wichtiger als Wahrzeichen für seinen Stadtteil: der steinerne Wasserturm im nördlichen Teil des heutigen Aurelis-Geländes.

„Der Wasserturm hat eine große Bedeutung für Wedau. Er symbolisiert den Aufbau der Eisenbahn und dadurch symbolisiert er den Stadtteil selbst“, sagt Wolfgang Gebhard, Vorsitzender des Bürgervereins Wedau/Bissingheim. „Wedau und Bissingheim sind schließlich durch die Bahn entstanden. Durch sie haben dort Jahrzehnte lang Tausende von Menschen einen Arbeitsplatz gehabt.“

Der Wasserturm hatte dabei eine zentrale Funktion. Mithilfe des Wassers aus dem Turm konnten die Dampflokomotiven Langstrecken überbrücken – 30 Tonnen Wasser reichten für etwa 150 Kilometer. In den Hochzeiten fuhren rund 100 Züge täglich durch den Bahnhof und tankten dort Wasser. Nicht von ungefähr wählte der Bürgerverein den Turm 1988 anlässlich des 75-jährigen Bestehens von Wedau zu seinem Logo. Nur zwei Jahre später wurde der Wasserturm unter Denkmalschutz gestellt.

Im Jahr 1890 entstand ein Rangierbahnhof im Ortsteil, der nach und nach erweitert wurde, weil der Güterverkehr der bereits verstaatlichten Eisenbahngesellschaften einen erheblichen Umfang angenommen hatte. Neben zwei Ringlokschuppen am Südende des Aurelis-Geländes errichtete man in der Nähe den Ablaufberg Nord mit dem Wasserturm, einem Verwaltungsgebäude und einem heute ebenfalls denkmalgeschütztem Stellwerk.

Zwar ist der Turm, der nun Aurelis gehört, nicht für den Publikumsverkehr geöffnet, doch der fünfstöckige Ziegelschacht mit aufgesetztem kugelförmigen Intze-Behälter ist von vielen Stellen des Stadtteils zu sehen. „Durch seine Höhe und prägnante Form“ ist er „das Wahrzeichen für den Stadtteil, den Rangierbahnhof und das Ausbesserungswerk Wedau“, heißt es im Eintrag in die Denkmalliste.

Wasserturm und Stellwerk
Wasserturm, Stellwerk und Verwaltungsgebäude

Seit langem ist bei den Dampfloks schon die Luft raus, die Züge sind auf elektrischen Antrieb oder Dieselmotoren umgestellt. Für die Bahn sind die Wassertürme überflüssig geworden und fast überall verschwunden. Auch Aurelis nutzt das Denkmal nicht, der gesamte Bahnhof ist seit 2006 stillgelegt. „Unser Traum ist es, dass die dortigen Denkmäler ein integraler Bestandteil unseres modernen, wachsenden Stadtteil werden, vielleicht sogar mit Gastronomie“, sagt Wolfgang Gebhard, selbst pensionierter Eisenbahner.

Der Bürgerverein bemüht sich um den Erhalt der Denkmäler. „Ich bin guter Hoffnung, dass wir mit Aurelis an einem Strang ziehen.“ Außerdem hat der Verein einen Antrag gestellt, dass das benachbarte Verwaltungsgebäude ebenfalls Denkmal wird.

Text:  WAZ – Oliver Kühn  15.07.2012
Fotos: Joachim Dudek

Wasserturm und Stellwerk in Wedau

 

Das Quietschen der Hemmschuhe schallte durch ganz Wedau und Bissingheim, wenn auf dem Verschiebebahnhof die Güterwagen zu Zügstrecken zusammen gestellt wurden. Auf den Ablaufbergen musste die Geschwindigkeit der Güterwagen gebremst werden, damit die Wagen nicht in voller Fahr aufeinander prallten.
Der Unterricht in der nahen Schule war teilweise nicht mehr möglich, so durchdringend war der Ton. Aber für die Siedlungen um den Rangierbahnhof Lebensnerv. In den 1960er Jahren waren über 2.000 Mitarbeiter im Ausbesserungswerk und Verschiebebahnhof beschäftigt.

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Verschiebebahnhof Duisburg-Wedau – Foto: 29.04.2015

1890 wurde der Rangierbahnhof Duisburg-Wedau aufgebaut. Zur Nutzung des sumpfigen Geländes mussten große Aufschüttungen vorgenommen werden. Der benötigte Kies stammte aus den nahen Baggerseen, die heute zur Sechs-Seen-Platte in Duisburg-Wedau gehören.

Durch die 1901 eröffnete Umgehungsstrecke von Duisburg-Wedau nach Oberhausen erlangte der Rangierbahnhof zentrale Bedeutung. Von 1912 bis 1913 wurde er zu einem der größten damaligen Verschiebebahnhöfe ausgebaut, er hatte danach zwei Ablaufberge, 24 Gleise und über 4 Kilometer Gleislänge. Zeitgleich entstand unmittelbar daneben das Ausbesserungswerk Wedau und das Bahnbetriebswerk Wedau.

Zusammen mit dem Personenbahnhof, der Werkstättensiedlung und den Eisenbahnersiedlungen Duisburg-Wedau und Bissingheim ergab sich ein stark Eisenbahn geprägtes Gelände.

Wasserturm und Stellwerk
Verwaltung, Wasserturm und Stellwerk

Als Teil des Ablaufwerkes Nord, entstanden bei einem großflächigen Umbau des ehemaligen Rangierbahnhofs Wedau in der Zeit von 1912 – 1914 diese Gebäude, bestehend aus dem Verwaltungsgebäude des Bahnhofs, einem dreigeschossigen Stellwerksbau und einem Wasserturm.

Das Stellwerk und der Wasserturm wurden am 8. Aug. 1990 unter Denkmalschutz gestellt.

Der Wasserturm aus Ziegelsteinen trägt einen sogenannten Intze-Behälter mit eisernem Umlauf.

Text: z.T. Wikipedia – Foto: 31.10.2016  (c) Joachim Dudek

Denkmalliste: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Baudenkmäler_in_Duisburg-Süd